Symptome bei Erektionsstörungen

Symptome bei Erektionsstoerungen - ©iStockPhoto/Mark-Bowden

Erektionsstörungen, in der Fachsprache als erektile Dysfunktion bezeichnet, lösen bei betroffenen Männern oft viel Unsicherheit aus. Manche glauben, ihre Schwierigkeiten seien gleichbedeutend mit Impotenz. Umgangssprachlich werden Erektionsstörungen und Impotenz gerne im gleichen Atemzug genannt, obwohl dazu im medizinischen Sinne kein Anlass besteht: Bei Impotenz ist die männliche Fruchtbarkeit im Gegensatz zur Erektionsstörung stark beeinträchtigt. In der Folge ist es den Betroffenen unmöglich, ein Kind zu zeugen. Im Falle einer erektilen Dysfunktion hingegen ist die Qualität der Samenzellen nicht zwangsläufig vermindert.

Bei einer Erektionsstörung wird das männliche Glied für den Geschlechtsverkehr unzureichend steif und/oder die Erektion dauert kürzer an als gewünscht. Eine Erektionsstörung ist also dadurch gekennzeichnet, dass der Penis bereits vor dem Orgasmus rasch wieder erschlafft. Durch die erektile Dysfunktion ist ein befriedigender Geschlechtsakt erschwert oder unmöglich.

Eine kurzfristig andauernde Erektionsstörung ist kein Grund zur Besorgnis. Der Übergang zu medizinisch bedeutsamen Beschwerden ist jedoch fließend. Von einer erektilen Dysfunktion spricht man definitionsgemäß, wenn die Erektionsstörung mehrere Monate anhält. Ein für beide befriedigender Geschlechtsverkehr scheitert dabei bei der Mehrzahl der Versuche, weil die notwendige Erektion nicht ausreicht oder nicht lange genug aufrechterhalten werden kann. Erektionsprobleme können das Selbstwertgefühl, das Wohlbefinden und somit auch die Lebensqualität der betroffenen Männer sowie ihrer Lebenspartner deutlich vermindern.

Hält die Erektionsstörung an, ist es sinnvoll, einen Arzt Ihres Vertrauens zu konsultieren. Er kann alle Untersuchungen durchführen, die bei erektiler Dysfunktion notwendig sind.

Beurteilt werden zum Beispiel die Geschlechtsorgane, die Gefäße und Nerven, der Hormonstatus und verschiedene Stoffwechselparameter. Der Arzt befragt Sie auch zu Ihrem Sexualleben und Ihrem Medikamentenkonsum. Anhand des Gesprächs kann er eine Diagnose erstellen und eine auf Sie abgestimmte Behandlung der Erektionsstörung einleiten.

Vielfach treten Erektionsstörungen im Zusammenhang mit anderen Grunderkrankungen auf. Interessant ist auch die Tatsache, dass durch die ärztlichen Untersuchungen bei erektiler Dysfunktion nicht selten bisher unauffällige Erkrankungen entdeckt werden. Dazu gehören Bluthochdruck oder Diabetes.