Ursachen für Erektionsstörungen

Ursachen fuer Erektionsstoerungen - ©iStockPhoto/Gustaf-Brundin

Eine Erektionsstörung kann viele verschiedene Ursachen haben. Als wichtige Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion gelten:

In der Regel liegt bei einer Erektionsstörung nicht nur eine Ursache vor, wie beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Meist kommen mehrere Einflussgrößen zusammen, welche schließlich zu Erektionsproblemen führen. Typisch sind also Mischformen und Überlappungen oder ein gestörtes Zusammenspiel der Körperfunktionen, die an einer Erektionsstörung beteiligt sind.

So sind Diabetes bzw. eine gestörte Glucosetoleranz, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte sowie Übergewicht (Fettdepots im Bauchbereich) oftmals schwer voneinander zu trennen. Dieser Komplex aus verschiedenen Symptomen ist ein häufiger Grund für Erektionsstörungen und wird auch als metabolisches Syndrom bezeichnet.

Als weitere Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind unterschiedliche Erkrankungen denkbar, welche zu Nervenschädigungen führen können. Dazu gehören Multiple Sklerose, Epilepsie oder eine Parkinson-Erkrankung. Verletzungen der versorgenden Nerven oder Blutgefäße durch Unfälle oder nach Operationen können ebenfalls eine Erektionsstörung nach sich ziehen. Einen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit haben zudem Erkrankungen der Prostata und Harnwege, Schilddrüsen-, Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen sowie hormonelle Ungleichgewichte (Testosteron oder Prolaktin).

Zu einer Erektionsstörung können aber auch Medikamente führen. Hier seien beispielhaft Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, entwässernde Arzneimittel oder solche zur Behandlung von Prostata-Erkrankungen erwähnt. Medikamente gegen Depressionen oder andere psychische Erkrankungen und starke Schmerzmittel können bei einer erektilen Dysfunktion mitbeteiligt sein.

Der typische Mann mit Erektionsstörungen

  • ist 50 bis 70 Jahre alt und übergewichtig,
  • leidet an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und/oder Harnwegsbeschwerden,
  • nimmt Medikamente ein, zum Beispiel gegen die oben erwähnten Krankheiten.